Doppelbilder durch eine Viruserkrankung

  • Doppelbilder durch eine Viruserkrankung

    Ich hatte heuer im Winter die Grippe, bin dann eine Woche zu Hause Krankenstand gewesen und dann normal wieder arbeiten gegangen, am zweiten Tag aufeinmal Doppelbilder, danach Augenarzt, Neurologie und Schielambulanz. Neurologie unauffällig, und in der Schielambulanz wurde festgestellt das als Folge des hohen Fiebers, der 6 Hirnnerv gelähmt ist und das das bis zu 6 Monate dauern kann das es weg ist, er muss sich von allein erholen, 2 Monate danach konnte ich normal wieder arbeiten gehen und die Doppelbilder waren weg.
    Doch im April bekam ich das Pfeiffrische Drüsenfieber, wieder mit hohen Fieber, 2 Tage nachdem das hohe Fieber abgeklungen war, wieder Doppelbilder. Inzwischen sind die Doppelbilder weg, aber ich habe oft brennende und schmerzende Augen und ich muss mich extrem anstrengen beim Sehen, wie wenn die Brille zu schwach wäre, sie wurde aber im Mai erneuert, daran kann es schlecht liegen, oder doch? Es geht mir inzwschen auch psychisch sehr schlecht weil ich ständig Panik habe das die Augen wieder schlechter geworden sind und das ich wieder Doppelbilder bekomme. Ich habe auch Schwierigkeiten zu fokusieren, und wenn ich seitwärts schaue, kommt es mir vor wie wenn das Auge stecken bleiben würde und ich eine Zeit brauche das wieder alles "normal" ist.

    Meine Frage hatte jemand so etwas schon?
    Kann mir jemand helfen mit Tipps
  • Hallo prima5,

    die von Ihnen beschriebenen Symtome kommen nicht so häufig vor. Ich nehme mal an hier ein normaler Augenarzt sowie ein Neurologe überfordert sein dürften. Ein Neuroopthamologe - gibt es wirklich - ist hier die bessere Wahl.

    Diese Spezialisten findet man meistens nur an größeren Universitätsaugenkliniken wo auch eine entsprechende Diagnostik zur Verfügung steht.

    Für Österreich finden Sie diese hier: med.at/neuroophthalmologie_in_…s_orbitaerkrankungen.html

    Die Neuroophthalmologie ist ein Spezialgebiet der Augenheilkunde an der Schnittstelle zur Neurologie und beschäftigt sich mit den neurogenen Ursachen von Sehveränderungen ebenso, wie mit der Beurteilung von neurologisch bedingter Symptomatik an den Augen als Zeichen anderweitiger Erkrankungen.
    Hierzu zählen etwa Lähmungsschielen (Strabismus paralyticus), Blicklähmungen, Krankheitsbilder der Netzhaut, Gesichtsfeldausfälle, Störungen der Sehbahn, Störungen der Pupillomotorik, Nystagmus, Tumorerkrankungen, Orbitaerkrankungen, Multiple Sklerose oder Myasthenia gravis. Zudem kommt den Neuroophthalmologen häufig eine Schlüsselposition in der Abklärung unklarer Sehstörungen zu, sowie in der Durchführung oder Auswertung bestimmter Untersuchungen, wie etwa der okulären Elektrophysiologie (VEP, ERG, EOG) und neuroradiologischer bildgebender Verfahren (MRT, CT).
    Die Bedeutung dieser Disziplin lässt sich daran erkennen, dass von zwölf Hirnnerven alleine sechs direkt für die motorische, sensorische und/oder sensible Versorgung der Augen oder ihrer Anhangsorgane zuständig sind.
    Aufgrund der starken Überlappungen zur Ophthalmologie und Neurologie ist die länderspezifische Verbreitung der Neuroophthalmologie sehr unterschiedlich. Während sie beispielsweise in den USA oder der Schweiz eine starke Eigenständigkeit hat, ist sie in anderen Ländern gar nicht vertreten, und ihre Inhalte werden von (allgemeinen) Augenärzten und Neurologen behandelt.
    Da die Abklärung von Augenbewegungsstörungen ein zentrales Gebiet der Neuroophthalmologie ist, ist sie häufig enger Bestandteil der Tätigkeiten von Orthoptisten und Gegenstand strabologischer bzw. neuro-orthoptischer Diagnostik und Therapie.

    Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Neuroophthalmologie
    ____________________________

    Viele Grüße von
    Lars-Michael

    Kostenlose Beratungs-Hotline
    Bundesverband Auge
    Montag bis Donnerstag
    von 10:00 Uhr - 12:00 Uhr
    Telefon: 0 53 41 - 836 46 69