Grauer Star OP nach Lasik

    • Grauer Star OP nach Lasik

      Hallo Ihr Lieben,

      ich bin froh, euch gefunden zu haben!

      Bei mir ist vor einigen Wochen grauer Star auf dem rechten Auge festgestellt worden, das linke Auge ist in Ordnung. ich bin 53 Jahre alt, ist allgemein auch noch etwas zu früh. Allerdings hatte ich vor etwa 10 Jahren eine Verletzung am rechten Auge, das könnte der Auslöser gewesen sein.

      Vor 15 Jahren hatte ich eine Lasik auf beiden Augen, ich habe dann bis zu meiner Augenverletzung sehr gut gesehen. Danach ist das rechte Auge stark ins Plus abgeglitten, und die Altersichtigkeit kam dazu.
      Mein momentaner Stand ist
      Rechts +1,5
      Links -0,5

      Addition auf beiden Augen: +2,5

      Bei der ersten Vorbesprechung sagte der Operateur, dass eine multifocale Linse nach Lasik nicht geht, weil sie nicht richtig anzupassen ist.
      Damit kann ich leben, ich bin mir sowieso nicht so sicher, dass ich das gewollt hätte.

      Allerdings habe ich jetzt Bedenken, dass auch die Anpassung einer monofocalen Linse schwierig sein könnte, da meine Hornhaut ja sehr stark zerklüftet ist nach der Lasik.

      Hat jemand hierfür Erfahrungswerte?

      Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

      Liebe Grüße

      Nina
    • Hallo nina,

      wie Holle schon sagte gibt es viele Betroffene bei denen das Katarakt schon sehr früh auftritt wie z. b. bei erblichen Augenerkrankungen. Selbst mit einer monofokalen Linse kann man mit Hilfe einer Gleitsichtbrille noch vieles korrigieren.

      In ihrem speziellen Fall würde ich mir in jedem Fall eine Zweitmeinung von einer anderen Augenklinik bzw. Operateur einholen bevor ich da irgendetwas am Auge machen lassen würde. Ich habe meine beiden Linsen mit 40 bekommen.
      ____________________________

      Viele Grüße von
      Lars-Michael

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    • So, dann werde ich hier mal für die ersten Erfahrungswerte sorgen. :)

      Gestern hatte ich meine Operation, vorher wurde das Auge sehr genau vermessen. Da das linke Auge in Ordnung ist und es hoffentlich auch noch lange bleibt, empfahl der Arzt, das rechte Auge auf etwa -1 einzustellen, dann ist es zum Einen nicht so stark unterschiedlcih vom linken Auge (-0,5), und es besteht die Möglichkeit, dass ich ohne Brille im Alltag lesen kann und nur für die Fernsicht eine Brille brauche.

      Die Berechnung der Linse hat sich schwierig gestaltet, da das Ausmessen des Auges zwar einen exakten Wert gebracht hat, allerdings ohne Berücksichtigung der Lasik.
      Hierfür gibt es aber eine Formel. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es einen Wert, der genommen wird, wenn die Fehlsichtigkeit vor der Lasik mehr als -6 Dioptrien betragen hat. Bei einer ehemaligen Fehlsichtigkeit von weniger als -6 Dioptrien wird die Hälfte genommen.
      Gut.
      Also Ausmessen des Augapfels, Lasikformel und ein Teil der Hornhautverkrümmung (die war nicht mit torischen Linsen auszugleichen, ist nämlich treppenförmig, wegen der Lasik) ergab einen Wert von +23,5.

      Gestern wurde mir diese Linse eingesetzt, heute sehe ich schon relativ gut, meine Pupille ist zwar noch stark geweitet, deswegen ist es nicht optimal, aber für den ersten Tag nach der OP ok.

      Vorher habe ich mir eine billige Fernbrille mit den alten Werten für das linke Auge und den erstrebten -1 für das rechte Auge machen lassen, und das haut ganz gut hin.
      Momentan sieht es wirklich so aus, als ob ich wirklich nur eine Fernbrille bräuchte, zumindest für den Alltag.

      Ich halte Euch gerne weiter auf dem Laufenden.

      Nina
    • Hallo Nina,

      das Katarakt war noch nie nur eine Erkrankung für "alte Leute". Es gibt viele Babys die bereits mit einem angeborenen Katarakt auf die Welt kommen oder bei den genetischen Netzhauterkrankungen ist eine Katarakt-OP auch schon in jungen Jahren ganz normal. Nur für die Ärzte die nicht an solch ein Krankheitsbild denken ist das Alter des Pateinten dann "unnormal". Das haben die Ärzte zu mir auch gesagt als meine Linsen schon mit 40 getauscht werden mussten...


      nina50 schrieb:

      Gestern wurde mir diese Linse eingesetzt, heute sehe ich schon relativ gut, meine Pupille ist zwar noch stark geweitet, deswegen ist es nicht optimal, aber für den ersten Tag nach der OP ok.

      Vorher habe ich mir eine billige Fernbrille mit den alten Werten für das linke Auge und den erstrebten -1 für das rechte Auge machen lassen, und das haut ganz gut hin.
      Momentan sieht es wirklich so aus, als ob ich wirklich nur eine Fernbrille bräuchte, zumindest für den Alltag.
      Deine Pupille muss auch noch einige Tage geweitet sein damit das Auge ausheilen und er Augenarzt bei evtl. Komplikationen sofort auf die Netzhaut schauen kann. Außerdem wird mit der Dauerweitstellung ein Augenmuskel gelähmt um schmerzhafte Bewegungen des Auges zu verhinden. Wurde dieses im Aufklärungsgespräch vom Arzt erwähnt?

      Die alte Fernbrille sollte bis zu endgültigen Ausheilung des Auges nicht verwendet werden. Nach ca. 6-8 Wochen kann der Optiker dann eine neue Brille evtl. auch als Gleitsicht ausmessen. Die Gleitsichtbrille hat den Vorteil das man nicht ständig die Brille auf- und absetzen muss was einen auch in den Wahnsinn treiben kann.
      ____________________________

      Viele Grüße von
      Lars-Michael

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    • Lars-Michael schrieb:

      Hallo Nina,

      das Katarakt war noch nie nur eine Erkrankung für "alte Leute". Es gibt viele Babys die bereits mit einem angeborenen Katarakt auf die Welt kommen oder bei den genetischen Netzhauterkrankungen ist eine Katarakt-OP auch schon in jungen Jahren ganz normal. Nur für die Ärzte die nicht an solch ein Krankheitsbild denken ist das Alter des Pateinten dann "unnormal". Das haben die Ärzte zu mir auch gesagt als meine Linsen schon mit 40 getauscht werden mussten...

      Deine Pupille muss auch noch einige Tage geweitet sein damit das Auge ausheilen und er Augenarzt bei evtl. Komplikationen sofort auf die Netzhaut schauen kann. Außerdem wird mit der Dauerweitstellung ein Augenmuskel gelähmt um schmerzhafte Bewegungen des Auges zu verhinden. Wurde dieses im Aufklärungsgespräch vom Arzt erwähnt?

      Die alte Fernbrille sollte bis zu endgültigen Ausheilung des Auges nicht verwendet werden. Nach ca. 6-8 Wochen kann der Optiker dann eine neue Brille evtl. auch als Gleitsicht ausmessen. Die Gleitsichtbrille hat den Vorteil das man nicht ständig die Brille auf- und absetzen muss was einen auch in den Wahnsinn treiben kann.

      Dass das Alter nicht entscheidend ist, habe ich inzwischen verstanden. Ich habe mich auch inzwischen damit abgefunden, dass es so ist, wie es ist. Die Aufklärung und Beratung war sehr gut, ich wußte jedereit genau, was zu beachten ist. Die Pupillenweitstellung war auch -wie geplant- nach etwa 48 Stunden vorbei, danach konnte ich auch deutlich besser sehen.

      Ich benutze auch nicht meine alte Fernbrille, ich habe ja geschrieben, dass ich mir eine billige Fernbrille machen lies, mit den Werten, die geplant waren. Das klappt sehr gut, ich sehe jetzt schon besser als vorher. Natürlich ist mir klar, dass eine endgültige Brillenanpassung 6-8 Wochen dauert, aber zumindest kann ich jetzt schon relativ gut sehen. Ist ja auch nicht schlecht.

      Mit meinem Post wollte ich eigentlich nur sagen, dass es auch nach Lasik sehr gut möglich ist, eine ideale Star-Operation machen zu lassen, denn das war ja am Anfang des Threads meine Frage. Nachdem ich in diesem Forum scheinbar die erste bin, die ein solches Problem hat, wollte ich dies nur darstellen, denn ich bin sicher, dass es noch viele Leute geben wird, die eine Star-Operation nach Lasik machen müssen und deswegen die gleichen Ängste haben, die ich auch hatte.
      Allerdings ist die Anpassung schon tricky und sollte von einem erfahrenen Arzt gemacht werden.
    • Hallo Nina,

      die meisten Kassenpatienten haben nicht das nötige Kleingeld für eine Lasik-OP. Viele Brillenanpassungen nach einer Katarakt-OP gehen nicht einfach nach "Schema F" - hier ist dann schon ein erfahrener Augenarzt bzw. Augenoptiker gefragt. Meist muss man dann auch die Brillenwerte zu verschiedenen Tageszeiten testen, da man am Vormittag meistens besser sieht als am Spätnachmittag bzw. abend. Mein Optiker macht das immer so, weil er weis wie schwierig es ist überhaupt eine Brille auszumessen - wo bislang alle Augenärzte daran gescheitert sind.
      ____________________________

      Viele Grüße von
      Lars-Michael

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    • So, hier melde ich mich wieder, leider mit nicht so guten Nachrichten.

      Zuerst war alles prima, 7 Tage nach der OP war ich bei der Ncahunterscuhung, alles fein, und ich hatte einen Visus von 120%.

      klingt alles gut.

      Aber 18 Tage nach der OP habe ich plötzlich Lichtringe gesehen. Ich kann es nicht besser beschreiben, ich sehe einen hellen Ring am Rand, eigentlich den ganzen Tag, aber abends fällt er natürlich mehr auf.
      Erst dachte ich, die Kunstlinse ist zu klein, dass ich abends bei weiter Pupille den Rand sehe.
      Also habe ich einen Termin beim Operateur gemacht. Hat trotz Symptomschilderung eine Woche gedauert.
      Dort wurde festgestellt "Makulaschwellung und eine glänzende Schicht auf der Netzhaut".
      Aber die Symptome stimmen irgendwie nicht, hm, komisch.
      Ich bekam Keto Vision Augentropfen verschrieben und wurde mit einem Termin 14 Tage später heimgeschickt.

      ich bin aber noch zu einem Augenarzt direkt bei mir daheim gegangen, sort wurde festgestellt "Glaskörperabhebung, das kann schon mmal 3 Monate dauern, bis die Sehstörungen weg sind, da kann man nichts machen, wir prüfen Mitte Dezember, ob die Netzhaut noch intakt ist".

      Ok, klint alles nicht so gut.

      Freitag war ich wieder beim Operateur, es hat sich asolut nichts gebessert, die Aufnahmen der Netzhaut sehen identisch aus. Jetzt ist es auf einmal "Epiretinale Gliose", ich soll doch einfach noch 3 Monate die Tropfen nehmen, und dann wiederkommen. Und ich soll mit eine Brille machen lassen, die momentan gut passt, denn ich sehe ja gut.
      Wenn es nicht weggeht, muss man eben operieren...

      OP? 3 Monate?

      Gestern bin ich dann zum Optiker und wollte mir eine Brille genau anpasen lassen. Der hat festegestellt, dass cih nur noch 80% Visus habe und meine momentane Brille schon so gut ist, dass er nicht mehr viel besser machen kann.

      Jetzt bin ich echt geschockt. Mit 80% Visus und der Aussicht, dass das Ganze noch schlimmer wird, aber mindestens 3 Monate gar nichts gemacht wird, habe ich nicht gerechnet.
      Außerdem kann ich mir im Sommer auch keine OP erlauben, die zum Einen risikoreich ist und mich auch monatelang aus der Bahn wirft, denn ich habe ein neues Projekt angenommen, das im März beginnt.

      Hat jemand Erfahrung mit diesen Erkrankungen? Makulaschwllung bzw. Epiretinale Gliose.
      Ich bin schon am Googeln, aber da findet man nichts, was mich beruhigen würde.

      Bin ziemlich genervt.