Verbrennung & Verätzung

    • Verbrennung & Verätzung

      Hallo liebes Augenforum,

      ich freue mich hier meine Fragen und Sorgen mit teilen zu können.

      Ich bin ehrlich gesagt sehr verzweifelt und physisch am Ende - ich kann echt nicht mehr. :-|

      Ich schildere mal den bisherigen Verlauf:

      An Neujahr (1.1.18) erlitt ich einen Unfall am linken Auge.
      Mir ist ein Feuerwerkskörper ins Auge geflogen und hat ne Menge verbrannt.
      Ich lag anschließend drei Tage im Krankenhaus (Charité Berlin).
      Das Auge wurde ca. zwei Stunden nach dem Vorfall gereinigt und das ganze Zeug entfernt. Zusätzlich gab es drei Tage lang Kortison spritzen ins Auge und Tabletten.
      Diagnose: Verbrennungen 2.-3. Grades an der Hornhaut, ein wenig an der Bindehaut und auch die Nerven. Sicht war so 10% keine Schmerzen.
      Medikationen: Floxal und Dexa

      Naja in der selben Woche bin ich dann zu einem Arzt gegangen, der mir von anderen empfohlen wurde.
      Diagnose war ja bekannt, der Arzt meinte das wenn mein Sehnerv und Linse nichts abbekommen hat, er es hinbekommen würde.
      Naja das hat mir erstmal Mut und Hoffnung gemacht.
      Medikation: Isopto Max Salbe, ab der vierten Woche dann Tropfen statt Salbe.

      Nach vier Wochen ging das Auge schon gut auf und ich hatte kurzzeitig eine Sicht von 40%.
      Ich war sowas von happy und dachte dass das alles verheilen wird.
      Bis dann über Nacht irgendwas passiert ist. Das Auge schwoll an und ich bekam so eine Art Blase an der Außenseite der Hornhaut.
      Mein Augenarzt gefiel das net und hat zwei Wochen lang (ca. sechs mal) Kortison an die Außenseite gespritzt, damit die andern von außen nicht ins Innere der Hornhaut wandern.
      Sicht war wieder schlechter, ca. 15%
      Medikation: Zusätzlich Voltaren

      20.2.18
      Ich ging zu einem anderen Arzt und der meinte, das meine Nerven nicht mehr vorhanden sind - was mir ja bekannt war.
      Was mir aber zum ersten Mal große Sorgen bereitet hat, das er meinen ersten Arzt und sich selbst als Bundeslige bezeichnet, ich aber Spezialisten aus der Champions League benötige.
      Da die Hornhaut ihm zu offen war, zog er mir erstmal ein paar Wimpern und setzte mir eine Schutz-Kontaktlinse ein.
      Diagnose: Limbale Stammzellen Transplantation
      Medikation: Doxycycline Tabletten, Monodex AT und Floxal Edo, es sollten wohl Medikamente ohne Konservierungsmittel genommen werden.

      Gleich nen Termin beim Prof. in die Charité gemacht.

      2.3.
      Meine Auge sah immer schlechter aus, also Mega rot mit andern versehen...
      Musste ja weiter kontrolliert werden, also zum alten Arzt. Der war mit der neuen Medikation einverstanden. Nahm mir allerdings nach einer Woche die Kontaktlinse ab, da sich da darunter Infektion bilden können.
      Er meinte irgendwann, das er nicht mehr so richtig weiter weiß und auch gerne eine andere Meinung dazu hätte.
      Das war schon sehr beunruhigend, wenn das ein Arzt sagt!

      6.3.
      Der Prof. in der Charité hatte nicht wirklich ne neue Diagnose, was mir nicht bekannt war. Er meinte aber das wir erstmal eine Amnionmembran einsetzten sollten.
      Also zum ersten Mal eine OP, was mir wieder große Sorgen machte.
      Medikation: Ikervis, Monodex

      19.3.
      Ich ging wie empfohlen zum Prof. nach Köln. Der hat erstmal richtig viele neue Tests durchgeführt und meinte auch, das ich dafür sorgen muss, das die Entzündung raus gehen muss und die Hornhaut sich schließen muss. Egal wie, also auch von der Bindehaut. Danach (nach ca. einem Jahr) kann man immer noch mehr machen und schauen.

      So jetzt kommt es.

      20.3.
      Ab zum Prof. nach Jena
      Der hat sich die Berichte und Tests der Ärzte angeschaut und hatte die Horror Nachricht meines Lebens!
      Er meinte das eine Stelle schon dünner als 25% ist und jederzeit das Auge perforieren kann. Ich soll also sofort ins Krankenhaus wenn es etwas länger tränt.
      Dann gibt es bei Verbrennung wenig Hoffnung und alle Möglichkeiten wie Amnionmembran, Stammzellen- und Hornhauttransplantation langfristig nicht viel bringen werden und ich früher oder später das Auge verlieren könnte!!!

      Omg, mein Leben hat sich seit Dienstag also um 360 Grad geändert.
      Ich lebe seit dem in Panik und Angst. Habe Angst das es jederzeit perforieren kann!

      21.3.
      In der Charité meinten die allerdings wieder, das es nicht sooo dünn ist und es in den nächsten Tagen nicht dazu kommen kann.
      22.3.
      Op in der Charité, wo mir die Amnionmembran eingesetzt würde.
      Zwei Nächte dort geblieben und die Membran sitzt noch.
      Medikation: Floxal und Dexa

      So jetzt sitze ich hier verzweifelt und schreibe euch das.
      Ich weiß nicht mehr weiter. Jeder Arzt sagt irgendwie doch was anderes!
      Werde Montag seelische Hilfe in Betracht ziehen müssen.
      Das kann es doch nicht gewesen sein!
      Meine höchste Priorität ist nur noch das Auge nicht zu verlieren, die Sicht ist zweitrangig geworden - unglaublich aber war.!

      Jetzt bin ich Echt auf eure Erfahrungswerte gespannt.
      Vielleicht kann mir jemand helfen, ich bin euch allen jetzt schon sehr dankbar. <3

      Liebe Grüße
    • Dass wir dir hier keine qualifiziertere Meinung abgeben können als die Professoren wird dir klar sein. Ich würde mal behaupten, dass du höchstens weitere Meinungen einholen kannst. 5 Ärzte, 5 Meinungen, so ist es ja bei allem. Und ich denke wenn du in anderen Kliniken deine Lage beschreibst und wie akut es ist, bekommst du wohl einen Nottermin.
      Ich drücke dir die Daumen!
    • Das klingt wirklich nach einer Horrorgeschichte, die du da durchgemacht hast. Scheint so, als seist du aber in gutem Händen. Meine Ehrfahrungswerte sind nur auf Lidrandentzündung begrenzt, weshalb ich dir nichts erzählen kann, außer dass ich mit dir fühle. Vielleicht kann Lard Michael dir mehr erzählen. Der ist aber seit Ende Februar in diesem Forum nicht mehr aktiv. Versuche es mal über seine Gruppe: glaukomweb.de/kontakt

      Hoffe, dass er dir vielleicht ein paar wertvolle Tipps geben kann.