Meine Geschichte

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  • Meine Geschichte

    Hallo zusammen,

    jetzt bin ich auch hier gelandet und frage mich (m, Ende 34) ernsthaft, was ich denn überhaupt habe. Vllt. hat jmd. eine ähnliche Geschichte und kann mir helfen. Bis Ende letzten Jahres war ich kerngesund. Irgendwann habe ich leichte Rückenschmerzen bekommen, die sich stetig verschlimmert habe. Orthopäde, Spritze, alles gut. Kurz darauf habe ich immer wieder eine Art Stechen im Auge gespürt (insbesondere während Bildschirmarbeit, Fernsehen, etc.), welches aber immer wieder verschwand. Zeitgleich hat sich auch der Rücken wieder bemerkbar gemacht und zu allem Überfluss auch der Magen. Es war noch alles im Rahmen. Innerhalb von 2 Tagen hatte sich das Auge dermaßen verschlechtert, dass ich arbeitsunfähig war (IT). Ich konnte kaum noch die Augen aufhalten, an Bildschirmarbeit, Autofahren oder Fernsehen war gar nicht zu denken. Massive Windempfindlichkeit und Kopfschmerzen. Diagnose beim Augenarzt war eine Augenreizung, Behandlung via Evotears und Vit-A-Vision. Nach ca. 4 Wochen war ich beinahe beschwerdefrei und habe Tropfen sowie Salbe abgesetzt. Zwischenzeitlich im MRT gewesen mit Diagnose Bandscheibenvorfall LWS ohne Kontakt zu Nerv und Rückenmark. Danach habe ich 4 Wochen absolut nichts mehr am Auge gespürt und habe das Auge dabei nicht geschont. Plötzlich wieder ein Stechen. Sofort wieder selber mit Evotears und Vit-A-Vision behandelt. Trotzdem innerhalb von ca. einer Woche eine dermaßen massive Verschlechterung, dass ich nur mit Mühe und Not den Arbeitsalltag geschafft habe. Ich bin danach meistens mit geschlossen Augen auf der Couch gelegen und um 9 ins Bett, weil ich so fertig war. Zum anderen Arzt gegangen. Diagnose Trockene Augen, Behandlung mit Hylo-Care und Vidisic. Null Besserung. Ich habe mir dann für die Nacht die Bepanthen Augensalbe besorgt, welche etwas geholfen hat. Aus Verzweiflung habe ich über mehrere Tage mindestens jede halbe Stunde getropft. Wieder etwas Besserung. Insgesamt aber nur minimale Besserungen. Wieder zum Arzt, Cortison in Tropfenform bekommen. Nach 2 Wochen Behandlung, habe ich immer noch massive Probleme. Ich kann arbeiten, ist aber echt unangenehm (ich bin gerade dabei die Luftfeuchtigkeit zu im Büro erhöhen). Wind geht gar nicht, nach einer halben Stunde Fernsehen oder Auto-Fahren bin ich durch. Alles ist anstrengend. Im Grunde habe ich Angst, dass das nicht mehr weggeht. Laut der Ärztin waren Schirmer-Test (17 und 24 mm) und Tränenfilm-Aufrisszeit nicht so schlecht. Ich habe jetzt ein paar wesentliche Fragen:

    1.) Gab es bei jemandem auch irgendeinen Auslöser dafür (bei mir ging es mit den Bandscheiben los)?
    2.) Ist es realistisch, dass ich ein grundsätzliches Problem mit trockenen Augen habe, wenn ich die ganze Geschichte schon einmal losbekommen habe (trotz Heizungsluft, kalten Wind bei -15 Grad, viel Bildschirmarbeit)?
    3.) Ist es bei jmd. auch so, dass sich die Symptome innerhalb weniger Tage extremst verschlechtern bis zur Arbeitsunfähigkeit?
    4.) Kennt jmd. einen guten Augenarzt hinsichtlich dieser Thematik in München?
    5.) kommen richtige trockene Augen schubweise mit Phasen ohne Symptomen?
    6.) Sollte man so etwas wie trockene Augen nicht ganzheitlich behandeln? Beim Augenarzt wird ja nur die Symptomatik behandelt und ich sehe nicht ein, dass ich niemals im Leben irgendein Problem mit den Augen hatte und jetzt plötzlich solch massive Beschwerden.
    7.) Klingt das überhaupt nach trockenen Augen?

    Vielen Dank fürs lesen und evtl. beantworten meiner Fragen

    VG
  • Hallo,

    deine Geschichte ist ähnlich wie meine. Ich hatte eine Angsterkrankung / Panikattacken / emotionalen Stress, was zuerst in den Rücken gegangen ist. Verspannungen abwechselnd links/rechts der Wirbelsäule, dann "in" der Wirbelsäule ein stechender Schmerz 10 Tage lang. Beschwerden wurden besser, nach wenigen Tagen Augenlidzucken, dann Stechen, dann Brennen. Diagnose Trockene Augen durch MGD. Vorher gar nix (kerngesund, auch die Augen), 3 Wochen später Wrack. Mit dem Magen selbst hatte ich zwar keine Probleme, aber die Magenmuskeln haben manchmal unkontrolliert gezuckt.

    Nur zu deinen Fragen:

    1) Wirbelsäule MRT ergab bei mir gar nix (vermutlich haben die Verspannungen bei mir auf die Nerven gedrückt, von daher der Schmerz). Also ja und nein, es war nicht die Bandscheibe, aber bei mir ging es auch im Rücken los (Brustwirbelsäule).
    2) kannst du die Frage umformulieren, versteh sie nicht
    3) Ja, innerhalb von 2-3 Wochen.
    5) Kommt auf die Ursache an. Trockene Augen können temporär sein wenn Auslöser wie Klimaanlage, Vitaminmangel, Hormonspiegel usw. dran schuld sind. Je länger es dauert, desto größer die Chance dass es was unangenehmeres ist (z.B. Meibom Drüsen Dysfunktion).
    6) Willkommen im Club. Mein Leben lang gar nix, dann komplett hinüber, und Ärzte sagen "Unheilbar, warme Umschläge und Tropfen bis deine Zeit gekommen ist". Ikervis gegen die Entzündungen.
    7) Ja. Trotzdem brauchst du eine Diagnose von jemandem der sich auf dem Gebiet auskennt und mal deine Meibom Drüsen überprüft (80% schuld bei trockenen Augen).
  • Ja mit dem Unheilbar und Lidrandpflege und Tropfen bis ich tot umfalle kenne ich. Obwohl die Biopsie und die Blutwerte kein Sjörgen zeigen sind sie sich in der Augenklinik sehr sicher, dass es das bzw. generell ein autoimmuner Prozess ist, da sie sagen sie haben noch nie einen so krassen pathologischen Befund ohne krankhafte Ursache vorgefunden.
    Bei mir schwankt das auch manchmal, wobei gute Tage leider die absolute Ausnahme sind.
  • Hallo Nittels und Kittie,

    erstmal danke für eure Antworten. Der Satz <<Vorher gar nix (kerngesund, auch die Augen), 3 Wochen später Wrack.>> trifft's bei mir im Kern. Körperlich für unzerstörbar gehalten, innerhalb kürzester Zeit komplett durch. Es ist auch immer so, dass meistens nur ein Auge richtig schlecht ist. Das andere Auge ist teilweise echt gut, also nur etwas trocken, aber leistungsfähig. Nur ein Auge ist quasi so richtig fertig und das wechselt mitunter während des Tages... Schafft ihr den Arbeitsalltag auch nur unter Qualen? Mir ist es auch schleierhaft, warum das Tropfen so wenig Effekt bringt. Ich frage mich, ob das nicht was anderes dahintersteckt. Beide bisherigen Ärzte haben gesagt, dass meine Auge top aussehen. Leider habe ich mir auch schon eine Brille machen lassen (minimal Diotprin, minimale Hornhautverkrümmung). Kein wirklicher Effekt.
    Mies ist auch, dass ich mich top ernähre, Sport mache, meine Augen abgesehen von der Arbeit stark schone und dennoch: es bleibt. Das einzige Laster ist Rauchen. Ich habe auch schon gelesen, dass Rauchen trockene Augen auslösen kann. Die Quellen sind aber rar und erklären nichts. Mir fehlt hier auch gerade der Nerv um aufzuhören. Weiß hier vllt. jmd. mehr und hat Quellen zur Hand?

    Nochmal die Frage 2.) hoffentlich verständlicher: Was ich meinte ist, ich hatte dieselben Symptome bereits Anfang des Jahres und hatte diese ja komplett wegbekommen. Ich war 4 Wochen beschwerdefrei (komplett!) ohne Tropfen und Salben, etc. anzuwenden. In den 4 Wochen hatte ich mich auch immer wieder in geheizten Räumen aufgehalten, viel am Bildschirm gearbeitet und war auch bei -15 Grad und starkem Wind länger draußen. Nichts. Plötzlich war es wieder da, ohne ersichtlichen Grund. Und jetzt geht diese Scheiße nicht mehr weg. Und wie gesagt, Schirmer-Test und Tränenfilmaufrisszeit waren nicht so schlecht. Kann es sein, dass Kortison bei manchen Menschen einfach nicht anschlägt?

    Die Luftfeuchtigkeit im Büro ist eventuell ein essentielles Thema. Wenn es nicht gerade regnet liegt diese zwischen 30 und 35%. Teilweise auch deutlich darunter. Ich habe seit 1 Woche einen Verdunster für 44qm im Büro (15qm) stehen. Damit kann ich die Luftfeuchtigkeit auf etwas über 40% erhöhen. Als nächstes kommen Pflanzen mit hoher Verdunstungsleistung. Wenn das nichts hilft, hole ich mir einen leistungsfähigen Verdampfer in diesen Moloch von Büro. Leider ist die Tür immer auf und das soll auch so bleiben (Firmenpolitik und das ist an sich auch gut so).

    Wenn ich mir zum trockenen Auge irgendwelche Artikel durchlese oder Berichte im Netz anschaue, klingt das alles nicht so dramatisch. Meine Symptome sind meiner Meinung nach heftiger. Das macht mich auch wahnsinnig. Montag bin ich nach der Kortisionbehandlung (gestern abgesetzt, Tag gestern war mies, hab mir Abends dann noch einen Tropfen gegönnt) zur Kontrolle bei meiner Augenärztin. Sie hatte mir bereits gesagt, dass man danach nichts mehr tun kann außer Punctum Plugs einzusetzen. Das möchte ich eigentlich nicht. Was mache ich jetzt? Spezialisten finden, der u.a. auch die Meibom-Drüsen eingehend untersucht? Wie finde ich so jemanden. Hat jmd. eine Adresse in München? Hat jmd. Erfahrungen mit dem Augenzentrum München?

    Tut mir leid, jetzt habe ich wieder so viel geschrieben...

    Danke fürs lesen und Viele Grüße
    Rat-Los
  • Es ist recht eigenartig, dass du Probleme hattest, diese wieder für einen Monat aufhörten und dann wieder kamen. Kenne es eigentlich nur so dass es kommt und bleibt, beim einen langsamer (schleichend innerhalb von 6 Monaten) oder eben plötzlich (innerhalb 3 Wochen).

    Es ist immer ein Auge schlimmer als das andere. Das liegt aber nicht daran, dass eines "mehr" betroffen ist, sondern dass beim Menschen die beiden Körperhälften separat gesteuert werden (linke/rechte Gehirnhälfte) und eine eben dominanter ist. Ein Auge wird also durch mehr Tränenflüssigkeit dir Krankheit besser kompensieren können. Meist ist das linke das Schlechtere weil die meisten Menschen rechts dominanter sind.

    Meine Ärzte überschlagen sich auch vor Begeisterung wie toll meine Augen sind. Die Augen sind auch nicht das Problem. Habe mich übrigens auch top ernährt und regelmäßig Sport gemacht. Also daran scheiterte es nicht. Rauchen ist generell schlecht weil es die Gefäße verengt. Aber auch daran alleine liegt es nicht (ich bin übrigens seit Lebzeiten Nichtraucher und bin auch nie in Umgebungen wo geraucht wird).

    Es ist richtig, dass er vereinzelt Menschen gibt die offensichtlich auf Kortison nicht ansprechen, habe das schon ein paar Mal gehört. Außerdem nimmt Kortison zwar die Entzündung (wenn es anschlägt), trocknet aber die Augen zusätzlich aus. Lass die Ikervis verschreiben, das sollte helfen.

    Was heißt die Tränenaufrißzeit war nicht so schlecht. Was heißt das in Sekunden?

    Die Luftfeuchtigkeit sollte auf jeden Fall immer über 40% liegen. Alles darunter ist generell ungesund, weil ab da die Luft aggressiv Flüssigkeit von allen Quellen abzieht. Auch schlecht für die Schleimhäute, Möbel usw. Angestrebt sollte 50-55% werden. Und wenn ich an einer Krankheit leide scheiße ich auf Firmenpolitik. Dann stell ich den Chef vor die Wahl zwischen Tür zu oder regelmäßigen Krankenständen. Mal schauen was er dann noch von seiner Politik hält.

    Trockene Augen werden meist heruntergespielt, weil Umschläge und Tropfen als "ausreichende" Behandlung angesehen wird, gemessen daran ob das Auge selbst drauf geht oder nicht. Schmerzen, eingeschränkte Lebensqualität und psychische Belastung werden da bei der Bewertung nicht miteinbezogen. Diese Artikel wurden von Leuten geschrieben die es selber nicht haben.

    Aber wie gesagt; das Wichtigste ist jetzt dass dich mal wer untersucht der sich auskennt und sich vor allem die Meibomdrüsen ansieht. Bis dahin versuche verschiedene lipidhaltige Augentropfen zu probieren. Thealoz Duo und Xailin Gel sind da so der Klassiker, gibt aber noch andere.

    Bzgl. Augentropfen und Ärzte lies dich hier mal etwas ein; ist schon oft hier geschrieben worden. Erwarte aber nicht zu viel von den Unikliniken. 6 Monate Wartezeit, 10 Minuten Untersuchung und eine Verabschiedung a la "Umschläge und Tropfen" ist da der Standard.

    Was mich noch interessieren würde; hast du irgend einen Auslöser in Verdacht. Gab es Wochen bevor das anfing irgend ein Ereignis? Krankheit? Antibiotikabehandlung? Impfung? Stress oder emotionale Probleme? Oder kam es einfach so?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nittels ()

  • Hallo Rat-Los,

    ja, manchmal habe ich so Phasen in denen ich den Arbeitsalltag nur noch gerade so schaffe. Erst kürzlich hatte ich täglich ab Mittags richtig nervige Kopf- und Augenschmerzen und ich bin mir sicher, dass es an der geringen Luftfeuchte im Büro + fehlendem Blaulichtfilter liegt (an zweiterem arbeite ich aktuell mit der IT, aber ersteres wird schwierig da Großraumbüro). Seit ich Zuhause dafür sorge, dass die Luftfeuchte immer so um die 50-60% liegt und auf dem Privat-Laptop einen Blaufilter habe geht es meinen Augen Zuhase deutlich besser und die Kopf- und Augenschmerzen verschwanden nach einer Stunde Zuhause auch immer wieder nahezu gänzlich.

    Kommt darauf an was du unter "anschlägt" verstehst. Bei mir bekämpft Cortison klar die Entzündung im Auge schnell und effektiv, aber feuchter werden meine Augen dadurch im Gegensatz zu vielen anderen Betroffen nicht.

    Warum möchtest du keine Punctum Plugs?

    Grundsätzlich sind Tropfen und Lidrandpflege auch der Standard und sehr oft helfen sie ja auch, wenn der Patient denn die Geduld aufbringt dies mal wenigstens 3 Monate am Stück konsequent durchzuziehen. Hier liegt schon der erste Knackpunkt und der zweite ist der, dass fast alle niedergelassenen AÄ darüber hinaus überfordert sind und gar nicht wissen welche Optionen es noch gibt oder sich das nicht geben wollen und dann gern an eine Augenklinik überweisen und diese sind dann restlos überlaufen was wiederum du den langen Wartezeiten führt.
  • viel macht auch das subjektive empfinden aus. Z.b. hatte ich schwierigkeiten meine augem bei der Videokeratoskopie offen zu lassen. Als ich dann den wert 18 sekunden als ergebnis bekam, war ich sehr überrascht. Danach ging es mir plötzlich besser. Als mir dann die ärzting sagte, dass bei mir viele drüsen verstopft sind, konnte ich ihr vor lauter brennen wieder gar nicht mehr in die augen schauen. Hängt natürlich auch von den bedingungen im raum: helligkeit, luftzug und feuchtigkeit etc
  • Hallo zusammen,

    ich war gerade zur Nachkontrolle nach der Cortison-Behandlung. Besserung ist ja kaum vorhanden. Aussage der Ärztin war, dass sie absolut keine Ahnung hat, was ich habe. Abgesehen von ein bisschen wenig Tränenflüssigkeit. Gesichtsfeld-Messung gemacht. Alles bestens. Nächste Woche Netzhaut-Test auf verdeckte Weitsichtigkeit. Wenn auch hier nichts rauskommt - Klinik. Wenigstens passier jetzt was. Sie pocht auch darauf, dass ich meine Weitsicht-Brille nicht am Bildschirm trage. An sich fühlt sich das für mich aber besser an. Ich probiere es jetzt wieder ohne. Ansonsten bin ich ratlos. :) Mir geht es heute nicht so schlecht. Was seltsam ist: Autofahren und Fernsehen sind deutlich anstrengender als Arbeit vor dem Bildschirm. Ich habe das Gefühl, dass die Trockenheit nur eine Folge ist, weil das Sehen an sich so anstrengend ist. Ich merk das schon nach ein paar Minuten Fernsehen/Auto. Ich habe in den letzten 6 Wochen vllt. 2 - 3h TV geschaut... Wenn ich nichts anstrengendes mit den Augen mache, muss ich kaum tropfen.

    Ich habe mir jetzt Artelac Complete MDO und die Corneregel geholt. Ersteres finde ich super, hält lange, bekomme aber kurzzeitig Kopfschmerzen. Das liegt vermutlich an der verschwommenen Sicht. Stärkere Kopfschmerzen bekomme ich aber von den EvoTears. Die nehm ich nicht mehr, sind mir zu hart. Corneregel find ich genau so schlecht wie die Vidisic. Mit Bepanthen und Vit-A-Vision fahre ich deutlich besser. Ansonsten tropfe ich Hylo-Protect.

    Zu Euren Fragen:
    Die Tränenfilmaufrisszeit wurde mir nicht gesagt. Nur die Aussage, dass sie nicht so schlecht ist.

    Als ich das erste Mal dieses Stechen im Auge hatte, war ich kurz zuvor auf einer Beerdigung. War emotional kurzzeitig schwer, aber insgesamt nicht dramatisch. Beim der zweiten Phase hatte ich zuvor kurzzeitig sehr starken emotionalen Stress. Da bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob das Stechen nicht zuvor kam. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich hier keinen Zusammenhang. Aber wer weiß das schon.

    Ich bin ja neu auf diesem Gebiet. Aber nach meinen bisherigen Recherchen scheinen die Plugs das letzte Mittel bei stark pathologischen Fällen zu sein. Ich probiere vorher lieber alles andere aus, als mir meine Tränenkanäle verschließen zu lassen.

    Nochmals kurz zur Brille: Kann man das echt was kaputt machen, wenn man diese am Bildschirm trägt?
    Werte Rechts: Sph = -0,25; Zyl = -0,50; Ach = 140
    Werte Links: Sph = -0,25; Zyl = -075, Ach= 35

    VG und Danke fürs Lesen.

    Rat-Los
  • Ich frage mich sowieso warum du eine Brille hast. Ich hab 0.25 und 0.75 und der Arzt meint unter 1.0 sollte man sowieso keine Brille tragen und dass beide Augen unterschiedlich sind ist sogar gut, weil dann eines gut für nahe und eines für ferne ist und das Gehirn sich das Bild aus beiden eh zur optimalen Schärfe "rechnet". Kann ich in der Praxis nur bestätigen. Sehe sehr gut.

    Wenn du Probleme mit der Sicht hast kann das an der Trockenheit liegen. Der Tränenfilm bricht das Licht ja auch und gleicht auch Unebenheiten aus. Bei trockenen Augen sind beide Effekte nicht mehr gegeben, dazu kommt noch der Schmerz und die Kopfschmerzen. Lichthöfe und leicht verschwommene Fernsicht sind dann die Symptome. Beides sollte (kurzzeitig) verschwinden nachdem du Augentropfen genommen hast. Als ich Urlaub in den Subtropen gemacht habe, und keine Probleme mehr mit den Augen hatte, hab ich wieder gesehen wie ein Adler.

    Plugs setze ich mir auch keine ein. Hatte mal temporäre drin und die halfen gar nix. Aber muss jeder für sich entscheiden.

    Deine Augenärztin hat wirklich keine Ahnung, aber wenigstens weiß sie das selber. Trotzdem würde ich meine Zeit nicht mit Fischen im Trüben verschwenden. Such dir jetzt einen Spezialisten für Trockene Augen. Du stehst noch am Anfang. Je länger man wartet desto langwieriger ist die Behandlung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nittels ()

  • Plugs sind noch lange nicht das letzte Mittel bei pathologisch trockenen Augen. Da gibt es noch weit mehr. Allerletzter Weg wäre eine Speicheldrüsentransplantation, aber soweit kommt es nur selten.
    Zudem verschließen Plugs die Tränenkanäle nur temporär und können jederzeit wieder entfernt werden.

    Ich kann aber jedem nur wärmstens empfehlen: wenn euer Arzt von Smart Plugs redet, sofort nein sagen! Diese Dinger können nicht eben mal so mit einer Pinzette wieder entfernt werden, sondern müssen durch eine Tränengangsspülung herausgespült werden und das ist extrem unangenehm bis schmerzhaft. Zudem können die Dinger wandern und/ oder "verwachsen" und zu schwerwiegenden Infektionen führen, daher besser Finger weg!
  • Hallo kittie Man muss erst eine Schädigung an den Augen haben erst dann wird eine Speicheldrüsentransplantation gemacht. Ich war in Lübeck habe beim Prof. Dr.Dr.Sieg gesessen Weil die Augenärzte dagegen sind .Mein Schirmertest R 4 L3 ich verstehe es einfach nicht .habe ach Meibomdrüsendysfunktion laut Düsseldorf alle Drüsen kaputt Tag und Nacht nur Schmerzen.Weiss mir echt keinen Rat mehr.Psychisch bin ich auch fast am Ende. Punktum Plugs habe ich bloss unten. Ikervis bringt auch nicht. Einen Hornhautschaden habe ich auch wurde mir in Düsseldorf gesagt .Weiss bald nicht mehr weiter.Lg Silvia
  • Ich weiß, ich wollte damit nur sagen, dass Plugs bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange sind. Da gibt es noch eine ganze Menge anderer Optionen.

    3 und 4 mm ist ja zumindest mal mehr als ich habe, aber ja, eine Speicheldrüsentransplantation bekommt man natürlich nicht eben mal so. Dazu müssen sämtliche Therapieoptionen ausgeschöpft sein.
    Ist das bei dir der Fall? Wurden Eigenserumtropfen schon versucht? Oder Minocyclin/Doxycyclin oder Azyter um die Drüsen anzuregen mehr Meibom zu produzieren? Hast du es schon mit Sklerallinsen versucht?
  • Hallo kittie nehme zur Zeit Doxycyclin. Skleralinsen und Eigenserumtropfen soll als nächtes kommen . Bei Skleralinsen bin ich skebtisch wegen den Meibomdrüsen. und Eigenserum soll auch nicht viel bringen. Wie sieht es bei dir aus. Ja ich habe auch noch ein anderes Augenleiden Normaldruckglaugom Druck war im märz 17 17. Mei Sehnerv hat schon schaden, mein Augenarzt sagte mir das ich bald mein Augenlicht verliere. Glaukomtropfen vertrage ich nicht aber das versteht mein Augenarzt nicht solle sie nehmen .die Topfen verschlechtern ja auch die konjunktive Sicca Symptomatik. wie schon gesagt bin am Ende mein ganzer Körper leidet.
  • Uh, das ist natürlich ein fieser Teufelskreis.

    Warum hast du bei Sklerallinsen sorge wegen der MDD? Soweit ich weiß soll das auch mit MDD kein Problem sein und Besserung bringen, weil die Sklerallinse das Auge ja vor dem Verdunsten der Flüssigkeit schützt.
    Wie lange nimmst du Doxy nun schon und in Tablettenform oder als Augentropfen/ Augensalbe? Welche Dosierung?

    Ob Eigenserum etwas bringt kann man nicht sagen ohne es probiert zu haben. Es gibt kein Allheilmittel, dass jedermann hilft. Das liegt halt zum Teil darin begründet, dass die Ursachen für die Augentrockenheit sehr unterschiedlich und vielfältig sind und zum anderen daran, dass jeder Organismus auf jedes Mittel unterschiedlich reagiert.
    In der Handhabung sind die halt etwas doof, da sie permanent gekühlt werden müssen - Keime lieben Blut.

    Warst du mit deiner Problematik mal in einer Augenklinik? ich glaube ein ansässiger Augenarzt dürfte hiermit überfordert und nicht mehr der richtige Ansprechpartner sein. Sowas gehört in einem Kompetenzzentrum systematisch behandelt.

    Ich bekomme Ikervis, dies verbessert zwar die wässrige Schicht quantitativ und hilft gegen die Entzündungen, die MDD zeigt sich davon aber reichlich unbeeindruckt.
    Ich hatte jetzt Plugs, die leider nach 8 Wochen wieder raus mussten wegen immer wiederkehrender eitriger Tränenwegsentzündungen. Nun gehe ich das Thema Doxy-/ Minocyclin an.
  • Hallo Kittie nehme seit dem 5März Doxy 40mg .hat mir Düsseldorf verschrieben 56 Tabletten die sind bald aufgebraucht weiss auch nicht wie lane man das nehmen muss. Und die Sklerallinsen halten doch die Entzündung auf dem Auge. oder wie siehst du das. Du meinst jetzt mit meinen Glaukom in ein Kompetenzzentrum.braucht man da keine Überweisung von AA. was mich am meisten ärgert das man nicht verstanden wird.Mein AA der spinner sagt jedesmal meine Augen sehen gar nicht mal so schlecht aus.Ikervis nehme ich jetzt seit Oktober.hast du auch Schmerzen und was machst du dagegen nehmr Hylo Protect Sopthal Comod und Vita vision.und was nimmst du.Eine Tränenwegsentzündung durch die Plugs.Und mein bedenken noch mit dem Sklerallinsen das man sich die trockene Hornhaut noch mehr kabutt macht.
  • Hm, dann sollte sich da mit dem Doxy eigentlich langsam was tun oder du bist eben eine von denen, denen es leider nicht hilft. Die Dosierung stimmt jedenfalls.

    Sklerallinsen bieten doch gerade den Vorteil, dass sie eben nicht auf der Hornhaut, sondern nur auf der Bindehaut aufliegen. Da wo die Hornhaut sitzt füllt man die Sklerallinsen mit einer Flüssigkeit und dies soll ja eben dafür sorgen, dass die Hornhaut schön feucht gehalten wird.

    Nicht nur mit dem Glaukom, auch mit der Sehnervschädigung und den trockenen Augen. Das ist alles zusammen einfach unheimlich komplex und das würde ich einem ansässigen AA eher nicht zutrauen, da mangelnde Erfahrung mit solch Komplexen Fällen. Denkst du du kannst ihm eine Überweisung in eine Augenklinik aus der Tasche leiern?
    Ruhig deutlich werden und sagen, dass du keinen Bock hast zu erblinde und dir gern eine Zweitmeinung in einer Klinik einholen möchtest. Wenn er sich sträubt such dir einen anderen AA, schildere dem das alles und wenn er kompetent ist wird er vermutlich relativ schnell einsehen, dass er mit deinem komplexen Krankheitsbild überfordert ist und dich von sich aus an eine Augenklinik überweisen.

    Ich habe auch manchmal Schmerzen, ja. Ich teste mich noch durch, der Non-plus-ultra habe ich noch nicht gefunden, gibt es für mich mit meinem Schirmer von R: 2mm / L: 1 mm + MDD aber wohl auch nicht.
    Aktuell verwende ich dauerhaft VitA-Pos Augensalbe und nachts VitA-Vision Augensalbe.
  • Hallo zusammen,

    ok, da gibt's ja noch ne Menge abgesehen von Plugs. Bin halt noch unwissend.

    Die Brille habe ich erst seit der ersten Phasen Anfang dieses Jahres. Die hatte mir der erste Arzt ans Herz gelegt beim zweiten Besuch. Grund war aber eher die Hornhautverkrümmung, nicht die kleine Fehlsichtigkeit. Bis dahin hatte ich kein Bedürfnis eine Brille zu tragen. Diese Phase ging ja komplette weg und ich hatte, wie bereits oben geschrieben, keinerlei Beschwerden mehr. Beim Autofahren und Fernsehen finde ich die Brille allerdings schon angenehm. Beim Arbeiten lasse ich sie jetzt weg. Schlechter ist es dadurch auch nicht.

    Insgesamt geht es mir jetzt wieder ein Stück besser. Warum? Keine Ahnung. Ich habe ständig dieses Stechen im Auge, ohne das Gefühl von Trockenheit. Kennt das jemand? Das Stechen war auch der Anfang dieser ganzen Scharade. So geht' los. Trocken werden die Augen dann bei Wind, Anstrengung und wenn es Abends wird. Ich habe am Freitag 2h Ferngesehen. War anstrengend, aber machbar.

    @Nittels: Nach der Netzhautuntersuchung nächste Woche bekomme ich ja eine Überweisung in die Klinik. Die müssten dann ja auch Meibomdrüsen, etc. anschauen? Oder soll ich direkt parallel nach einem Spezialisten suchen?

    VG
    Rat-Los
  • Ich verstehe echt nicht warum sich die Ärzte so dumm anstellen. Meibomdrüsen oberflächlich zu Untersuchen ist jetzt keine Kunst. Lupe und Q-Tip, auf die Augenlieder drücken und schauen ob was rauskommt. Bekommt jeder Augenarzt hin.

    Selbsttest: Du musstest dir in deinem Leben sicher öfter beim Aufstehen "den Schlaf aus den Augen reiben" (Sandmännchen, so gelb-grünliche "Körner"). Ist das immer noch so, oder ist das jetzt am Morgen wenn du in den Spiegel guckst eher eine weiße, schleimige Substanz? Wenn ja stimmt was mit dem Meibum nicht.

    Stechen ohne Trockenheitsgefühl (auch Fremdkörpergefühl genannt) ist leichte Trockenheit, also nicht so schlimm dass es brennt, aber so dass man es eben spürt. Ist bei mir so in "guten" Phasen (was selten ist).

    In der Klinik werden sie auch nicht mehr als die Q-Tip Methode machen. Für eine Meibographie musst du schon betteln und afaik zahlen, und sogar dann ist fraglich ob sie es "als notwendig" erachten.