Torische Intraokularlinsen

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    • Torische Intraokularlinsen

      Hallo
      Katarakt OP und torische Linsen Implantation. Leider ist das Sehvermögen nach 2 1/2 Monaten immer noch ganz schlecht. Verschwommenes sehen in die Ferne. Arzt sagt das Gehirn braucht bis zu 6 Monaten. Hat Jemand auch so eine Erfahrung gemacht?

      Arzt meint man könne sonst noch Nachlasern. Ob das was bringt???
      Danke für eine Antwort.

      lg. Electral :roll:
    • Hallo Electral,

      willkommen bei uns im Augenforum. Torische Linsenimplantate sind die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Kunstlinsen. Diese Linsenimplantate kommen bei Sehfehlern von mehr als -10 dpt. bzw. über +3 dpt (dpt=Dioptrien) und gleichzeitigem Vorliegen einer Hornhautverkrümmung zum Einsatz. Ein großer Vorteil dieser torischer Linsen ist, dass ein zweiter Eingriff - wie z. b. die Lasik nicht mehr nötig ist. Es gibt viel mehr Möglichkeiten an Korrekturwerten als bei "Standard"-Linsen.

      Nach jeder Operation braucht das Auge einwenig Zeit um sich an die neue Sehsituation zu gewöhnen. Jeder Mensch ist ein Individum und reagiert damit anders auf solch einen Eingriff. Manche Patienten können schon wenige Tage danach wieder scharf sehen und andere brauchen dafür einen längeren Zeitraum.

      Wie ist denn dein Sehvermögen jetzt? Verschwommen, milchig, unscharf usw.? Hat dein Augenarzt den Augendruck überprüft? Nach einer Linsen-Operation kann der Augendruck unter Umständen in den Werten schwanken, was sich dann auch wieder auf das Sehvermögen auswirken kann.

      Was möchte dein Augenarzt denn lasern, die Hornhautverkrümmung per LASIK abhobeln?

      Ich weis aus eigener Erfahrung und multiplen Glaukomoperationen, das man seinen Augen nach jeder Operation genügend Zeit zur Regeneration geben muss, bis man wieder gut sehen kann. Wie lang dieser Zeitraum ist, kann man leider nicht vorher sagen.
    • Hallo Lars-Michael

      Also ich hatte einfach die Alterssichtigkeit wo jetzt noch der Anfang von dem grauen Star dazu kam. Dazu hatte ich noch eine starke Hornhautverkrümmung. Mit Kontaktlinsen und Multifokal-Brille kam ich recht gut zurecht ausser bei Nacht hatte ich starkes Blenden und konnte nicht mehr Autofahren.
      Eigentlich wollte ich Multifokallinsen implantieren lassen bei der Katarakt OP. Der Chirurg riet mir ab wegen all zu starker Hornhautverkrümmung. Er riet mir zu torischen Linsen und zwar das eine Auge für in die Ferne und das andere für den mittleren Bereich. So dass ich die Armaturen im Auto sehe und Fernseh schauen kann. Er meinte ich bräuchte dann keine Brille mehr ausser für kleingeschriebenes. Also nur eine Lesebrille. In die Ferne würde ich dann sogar sehr gut sehen. So habe ich es dann auch akzeptiert und zu gestimmt.

      Jetzt sehe ich morgens nach dem Aufstehen mittlerer Weile für ca. 1 Std. ziemlich gut, aber danach lässt es schnell nach und ich sehe in die Ferne alles verschwommen. Von dem Auto das vor mir fährt, kann ich die Nummer erst so zu sagen wenn er fast hält entziffern.

      Kannst du mir sagen, warum ich am ersten Tag, als man mir den Verband abnahm super gut und deutlich alles sah bis am 4. Tag und dann war das gute sehen weg. Beim 2. Auge einen Monat später die genau gleiche Erfahrung und am 4. Tag alles wieder verschwommen.

      Seit ca. einem Monat ist es so, dass ich jeweils am Morgen eine Stunde in die Ferne besser sehe. Der mittlere Bereich verändert sich ein paar mal am Tage. Dachte jetzt wird es gut, aber es ist immer noch gleich.

      Die AA meinte zuerst, die Linse hätte sich verdreht und schickte mich zum Chirurgen für eine Kontrolle, doch der meinte die Linse sitze perfekt und es käme alles sicher gut. Leider glaube ich nicht mehr daran und bin tot unglücklich. Ich muss im Mai nochmals zu ihm und dann sehen wir nochmals, sonst könne er noch nach Lasern meinte er. (glaube er meinte das Bioptics verfahren.)

      Bin gespannt was du so meinst über meinen Fall.

      LG. Electral
    • Hallo Electral,

      Eigentlich wollte ich Multifokallinsen implantieren lassen bei der Katarakt OP. Der Chirurg riet mir ab wegen all zu starker Hornhautverkrümmung. Er riet mir zu torischen Linsen und zwar das eine Auge für in die Ferne und das andere für den mittleren Bereich. So dass ich die Armaturen im Auto sehe und Fernseh schauen kann. Er meinte ich bräuchte dann keine Brille mehr ausser für kleingeschriebenes. Also nur eine Lesebrille. In die Ferne würde ich dann sogar sehr gut sehen. So habe ich es dann auch akzeptiert und zu gestimmt.


      Das man zwei unterschiedliche Entfernungen ins Auge einsetzt, ist mir ehrlich gesagt nicht ganz geheuer. Wie soll man damit bitteschön einigermaßen sehen können. Ich kann zwar auch nicht mehr stereo sehen (mit 2 Augen) aber zwei unterschiedliche Entfernungen kann das Gehirn unmöglich ins Gleichgewicht bringen. Hier wäre die Lösung mit zwei gleichwertigen Linsen und einer Gleitsichtbrille sicherlich besser angebracht.

      Jetzt sehe ich morgens nach dem Aufstehen mittlerer Weile für ca. 1 Std. ziemlich gut, aber danach lässt es schnell nach und ich sehe in die Ferne alles verschwommen. Von dem Auto das vor mir fährt, kann ich die Nummer erst so zu sagen wenn er fast hält entziffern.


      Ich kann mir das nur so vorstellen, das deine Augen sehr schnell ermüden. da sie zwei verschiedene Entfernungen sehen müssen und das Gehirn dann dieses beiden Bilder auf Dauer nicht in Einklang bringen kann.

      Kannst du mir sagen, warum ich am ersten Tag, als man mir den Verband abnahm super gut und deutlich alles sah bis am 4. Tag und dann war das gute sehen weg. Beim 2. Auge einen Monat später die genau
      gleiche Erfahrung und am 4. Tag alles wieder verschwommen.


      Auf diese Frage kann ich dir leider keine Antwort geben, da ich über keine medizinische Fachausbildung verfüge. Ich bin auch nur ein "Betroffener" mit mehreren Augenkrankheiten. Gegen die Blendung gibt es z. b. Kantenfilter - auch Blaulichtblocker genannt, die bestimmte Wellenlängen heraus filtern, damit man wieder störungsfrei sehen kann.

      An deiner Stelle würde ich mir schnellstens eine Zweitmeinung eines unabhänigen Augenarztes bzw. einer Augenklinik einholen, bevor da noch mit dem Laser weiter gearbeitet wird. Es gib mehrere Möglichkeiten warum das Sehen so schlecht ist. Im Normalfall kann man einen Tag nach der Katarakt-Operation im Durschnitt so ca. 50-70 % sehen.
    • Hallo Lars-Michael

      Vielen Dank für deine schnelle Antwort.

      Das mit Kontakt Linsen und Gleitsichtbrille ist sehr gut gemeint von dir, aber genau das akzeptiere ich nicht, weil das hatte ich ja vorher und bin zwar sehr gut zurecht gekommen. Ich wollte aber Brillen und Linsenfreiheit und habe aber schlussendlich mit einer Lesebrille ja zugestimmt.
      Da ich ja bei der AA im November zur Kontrolle war und sie den Katarakt feststellte, hat sie mir zur OP geraten und mir gleichzeitig das Blaue vom Himmel versprochen. So etwa: Sie müssen nicht enttäuscht sein weil sie schon Anzeichen von einem grauen Star haben, das ist heute ein Vorteil, sie können nach der OP wieder sehr gut sehen und brauchen evtl. für nur ganz klein geschriebenes eine Lesebrille.

      Das mit 2 verschiedenen Entfernungen davon habe ich zwar auch schon gelesen. Das sollte im Normalfall eigentlich gehen.

      Was meinst du damit, es gibt mehrere Möglichkeiten warum das Sehen so schlecht ist?

      Freundliche Grüsse

      Electral
    • Hallo Electral,

      ein gewisses Restrisiko bleibt bei jeder Operation. Jedes Auge ist anders - man kann nicht 100 %ig vorher sagen wie die Sehfähigkeit nach dem Eingriff ist. Wenn z. b. die Katarakt-Operation am rechten Augen gut verlaufen ist, heißt das noch lange nicht, das es beim anderen Auge genauso sein muss.

      ....es gibt mehrere Möglichkeiten warum das Sehen so schlecht ist?


      Ein Möglichkeit wäre z. b. ein schwankender Augeninnendruck. Das menschliche Auge benötigt einen bestimmten Augeninnendruck zum sehen. Im Normalfall liegt dieser zwischen 10 und 21 mmHG. Gleichzeitig können auch zu hohe bzw. zu niedrige Blutdruckwerte sich auf das Sehvermögen auswirken. Auch Durchblutungsstörungen können sich vom Sehnerv bis in verschiedene Zonen im Körper auswirken. Auch die verlorene Akkomodation durch die Kunstlinsen ist nicht zu unterschätzen.

      Akkomodation:
      Um einen Punkt im Raum scharf sehen zu können, wird die Krümmung der Augenlinsen variiert (Akkommodation). Mit der Zeit lernt man, welche Entfernung mit welcher Stärke der Krümmung zusammenhängt, sodass auch umgekehrt aus der Änderung der
      Linsenkrümmung ein Rückschluss auf die räumliche Tiefe möglich ist. Hier ist die Entfernung auf ca. 10m beschränkt.
      Quelle: Wikipedia

      Das mit 2 verschiedenen Entfernungen davon habe ich zwar auch schon gelesen. Das sollte im Normalfall eigentlich gehen.


      Das Problem was ich hierbei sehe ist folgendes, das Auge mit der besseren Sehkraft wird versuchen das schlechtere auszublenden. In der Augenheilkunde nennt man dieses Phänomen monokulares Sehen.

      Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Mein linkes Auge liegt knapp einen haltben cm tiefer als das rechte Auge - dadurch ist es mit nicht möglich mit den Kunstlinsen stereo, also mit beiden Augen zusehen. Ohne Brille sehe ich praktisch nur mit dem linken Auge. Erst mit Hilfe der Gleitsichtbrille ist es mir möglich beidäugig zu sehen. Allerdings auch nur für max. 4-5 Stunden, denn nach diesem Zeitraum baut das rechte Auge massiv ab.
    • Hallo Lars/Michael

      vielen Dank für deine hilfsreichen Antworten. Übrigens der Augeninnendruck ist gut.

      Gerade heute, habe ich zum ersten Mal für ca. 5 Std. Recht gut in die Ferne gesehen und danach bis jetzt auch die Räumliche Distanz zufriedenstellend.
      Vielleicht ist es doch einfach eine Frage der Zeit und Ich muss mich gedulden.


      Danke dir nochmals und viele Grüsse.

      electral
    • Hallo Electral,

      nach jedem operativen Eingriff muss man dem Körper bzw. den Äuglein Zeit geben innen auszuheilen. Da jeder Mensch in Individuum ist, lässt sich die Zeitdauer der Heilungsphase nicht exakt im voraus bestimmen.

      Was Du jetzt haben musst, ist sehr viel Geduld und vor allen Dingen die Augen nicht zu sehr beanspruchen. Wenn sie anfangen zu schmerzen, lieber eine kleine Pause einlegen und die Augen dabei schließen.

      Es gibt im Internet verschiedene Seiten mit Übungen um die Augen an bestimmte Sehsituationen zu trainieren. Eine sehr gute Seite ist z. b. diese hier: zeitblueten.com/augentraining-augenuebungen/. Man kann mit diesen einfachen Übungen an den Augen nichts kaputt machen.
    • Hallo Lars-Michael

      vielen Dank für den Tipp mi dem Augentraining. Habe es schon gemacht und die Seite gerade gespeichert. Das will ich jetzt öfters tun. Wenn es nicht nützt schadet es auch nicht.
      Ich habe jetzt viel gelesen über das Bioptics-Verfahren. Man wendet dieses lasern zusätzlich an, wenn mit den Linsen nicht alles korrigiert werden konnte. Man kann da angeblich noch sehr viel damit machen. Also hoffen hoffen hoffen.

      Danke dir für deine Bemühungen die du meinetwegen machtest.

      Übrigens heute wieder etwas schlechter gesehen als gestern.

      liebe Grüsse

      Electral
    • Hallo Electral,

      Übrigens heute wieder etwas schlechter gesehen als gestern.


      Bei vielen Patienten ist auch ein schlecht eingestellter Blutdruck oder Durchblutungsstörungen mitverantwortlich für schlechtes Sehen. Aber auch die jeweilige Tagesform ist abhängig, wie gut man sieht.

      Vor einer Laserbehandlung mit BIOPTICS solltest Du dir auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Auch ein Laser ist nicht ganz ungefährlich....
    • Hallo Lars-Michael
      Blutdruck, wie auch Durchblutung sind in Ordnung. Heute gutes Sehvermögen bis vor 4 Std. Jetzt nimmt es wieder ab. Die längste Zeitspanne bis jetzt. Das Bioptics käme sowieso erst in einem halben Jahr in Frage.

      viele Grüsse aus der Schweiz

      Electral
    • Hallo Electral,

      wie gut bzw. wie schlecht man sieht hängt auch von der Tagesform und der physischen Verfassung ab. Wenn man seine Augen z. b. am Vormittag zu sehr anstrengt, bauen diese ab und man sieht in den Nachmittagsstunden schlechter.
    • Hallo Lars-Michael
      Ja da hast du schon recht. Ich hatte auch heute einen guten Tag und wenn es so weiter geht wird es ja vielleicht doch noch gut. Weisst du, ich wäre so erleichtert gewesen,wenn mir nur Jemand hätte sagen können, bei mir hat es auch einige Monate nach der OP gedauert bis das Sehvermögen richtig da war. War so entäuscht, alle sagen sie hätten vom ersten Tag an schon richtig gut gesehen. Da bin ich halt wieder Mal die grosse Ausnahme.

      Schönes Weekend

      Electral
    • Hallo Electral,

      das Problem an der ganzen Sache ist, das es bei jedem Patienten anders ist. Beim einen kommt das Sehvermögen sehr schnell und beim anderen erst in einigen Wochen oder auch Monaten zurück. Als ich 2006 meine beiden Linsen im Abstand von gerade mal 6 Tagen bekam, konnte ich bereits einen Tag später wieder 65 % sehen.
    • Hallo Electral,

      ich denke das man ein "Problem an den Augen" nie beenden kann. Die guten Zeiten von 2006 sind lange vorbei - meine Probleme haben mich wieder eingeholt.

      Mittlerweile ist die Blendempfindlichkeit links so groß, das ich beim kleinsten Lichteinfall von vorn, so gut wie nichts mehr sehe. Bin gespannt was mir die Ärzte in 2 Tagen in der Universitätsaugenklinik in Magdeburg dazu sagen. Hoffe jedenfalls, das OP-technisch noch was geht.
    • Hallo Lars-Michael

      Das tut mir sehr leid Lars. Was war den überhaupt dein Problem mit den Augen?

      Ich hoffe auch sehr für dich, dass man da schon noch etwas machen kann mit deinen Augen. Am Mittwoch halte ich dir ganz fest die Daumen, dass alles gut wird.

      Liebe Grüsse und alles Gute!

      Electral
    • Hallo Electral,

      meine Haupterkrankung ist ein juveniles Normaldruckglaukom, dazu ein Katarakt hervorgerufen durch eine massive Kortisonbehandlung mit starker Linsenzellwucherung in Form einer Kapselphimose und Kapselfibrose.

      Der Professort in Magdeburg wird mich in 2 nicht leichten Eingriffen operieren. Der erste wird in 6-8 sein und nach weiteren 8 Wochen dann die Revisions Trabekulektomie.
    • Also ich verstehe ja da nur
      Bahnhof, habe da überhaupt keine Ahnungen von diesen Krankheiten.

      wünsche dir auf Jeden Fall alles Gute für die vorgesehenen OPs. Vielleicht schreibst du mir dann ein paar Zeilen wie alles so verlaufen ist.

      viele grüsse

      electral
    • Hallo Electral,
      Also ich verstehe ja da nur
      Bahnhof, habe da überhaupt keine Ahnungen von diesen Krankheiten.


      Glaukom ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen des Auges, die mit einer Druckschädigung des Nervus opticus (Optikusneuropathie) und damit verbundenen Gesichtsfeldausfällen und Veränderungen der Sehnervenpapille einhergehen.
      Weitere Informationen hierüber findest Du bei: flexikon.doccheck.com/de/Glaukom

      Bei der Katarakt handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse. Die weiteste Verbreitung hat die Cataracta senilis, die im
      fortgeschrittenen Alter auftritt und auf einer Verlangsamung des Stoffwechsels innerhalb der Linse beruht. Die Katarakt gehört zur Gruppe der Stare.
      Weitere Informationen hierüber findest Du bei: flexikon.doccheck.com/de/Katarakt