Unterschiedliche OP-Methoden zur Drucksenkung

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    • Unterschiedliche OP-Methoden zur Drucksenkung

      Hallo zusammen,

      ich war heute zur ersten Nachuntersuchung.

      Meine Druckwerte sind jetzt durch das Tropfen von Duokopt (nur rechts) und Monoprost von 25 links auf 19 und rechts von 35 auf 19 gesenkt worden. Liest sich gut, war aber nicht das Ziel.

      Der Sehnerv rechts ist ziemlich kaputt und das Ziel hier war und soll ein Wert < 15 sein.

      Ich bin nicht mehr so positiv gestimmt. Bei dem Gespräch mit meinem Doc war keine Rede mehr von einer Laser-OP, sondern eher von einer Operation mit 2-3 Monaten eingeschränkter Sehkraft. Kein schöner Gedanke, die Schnippelei im Auge! Hmmm!

      In 6 Wochen ist der nächste Termin, wieder mit Druckmessung, Gesichtsfeldprüfung und einer Messung der Sehnervenfasern. Dann wird endgültig über eine OP entschieden.

      Gibt es hier vielleicht jemanden, der/die diese Operation bereits hinter sich hat? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

      Fällt man nach so einem Eingriff lange aus? Ich sitze schon ca. 50% meiner Arbeitszeit am Bildschirm. Ich stelle mir das schwierig vor!


      Ich freue mich über jeden Beitrag und grüße mal ganz herzlich in die Runde :-)!

      JollyJumper
    • Hallo jollyjoker,

      diese Laseroperationen, meist ist damit die Zyklphotokoagulation des Trabekelmaschenwerks gemeint bringen in der Regel nur für eine kurze Zeit die Senkung des Augendruckes.

      Das Hauptproblem bei einer filtrierenden Operation ist, wenn der Betroffene schon über viele Jahre getropft hat, das die Bindehaut durch die Tropfen und die Konservierungsmittel Schaden genommen hat.

      Hierbei kann es dann passieren das der neu geschaffene Abfluß nach kurzer Zeit wieder nicht mehr funktioniert - in der Fachsprache nannt man das dann "Vernarbung". Um diese Vernarbung zu verhindern werden in der modernen Glaukomtherapie Zystostatika (Krebsmedikamente) lokal am Auge eingesetzt um die Wundheilung zu verzögern bzw. zu unterdrücken. Bedenken sollte man dabei das auch diese Medikamente Nebenwirkungen haben können, diese aber nicht bei jedem Betroffenen auftretten müssen.

      In der Regel ist man nach eine offenen OP am Auge für 4-5 Wochen arbeitsunfähig. Solang braucht das Auge Zeit um auszuheilen.

      2-3 Monate eingeschränkte Sehkraft hängt bestimmt mit einer massiven Kortisontropftherapie zusammen um das schnelle Zuwachsen zu verhindern. Bei einer meiner Re-TE's ging diese Tropfgeschichte über 6 Monate - diese Filterkissen funktioniert seit nunmehr 11 Jahren bislang immer noch ohne große Probleme. Manchmal braucht man diese Zeit um das Auge in die richtigen Bahnen zu lenken.
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      Viele Grüße von
      Lars-Michael

      Glaukom/Grüner Star-Selbsthilfe
    • Hallo Lars-Michael,

      ich habe sie hinter mir - die Trabekulektomie!

      Wurde am Freitag, 02.09.16 operiert! Ich hatte keine Schmerzen! Am Anfang hatte ich das Gefühl, ein Haar im Auge zu haben. Von Tag zu Tag fühlte sich alles normaler an.

      Am 03.09. erste Druckmessung danach - Druck auf 3. Eine kleine Stelle am Sickerkissen war noch offen und ließ mehr Flüssigkeit durch als beabsichtigt. Einen Tag später - nächste Druckmessung - Werte unverändert. Ich erhielt Tabletten, und stündlich Salbe. Morgens und Abends Tropfen!

      Bei der 3. Druckmessung am 5.09. war der Druck bereits auf 5. Ich dachte: Ja - der Weg ist das Ziel - es geht voran :-)! Vierte Druckmessung am 06.09. - Wert lag jetzt bei 7. Gott sei Dank! Ich durfte nach Hause.

      Am 09.09. eine Woche nach der OP die erste größere Kontrolluntersuchung - Druck bei 10. Sehr gut!

      Um den Druck dort zu halten, werden wir Mo, Di und Mi 3 Spritzen setzen. Wenn ich meinen Arzt richtig verstanden habe, dann definiert sich der Erfolg dieser OP durch einen Balanceakt zwischen dem was ist und dem was Morgen sein könnte. Mein Auge ist zurzeit noch etwas rot, es wehrt sich. Ein Zeichen dafür, dass es zu- bzw. abheilen will. Um einer möglichen Vernarbung des Sickerkissens zuvorzukommen, werden wir jetzt die Spritzen geben.

      Vielleicht kann ich einigen hier ein wenig die Angst vor diesem Eingriff nehmen.

      Viele Grüße

      JollyJumper :)
    • Hallo JollyJumper,

      das freut mich das Du deine OP gut überstanden hast. Diese 3 Spritzen sind sehr wahrscheinlich 5 FU oder Avastin Injetkionen die das Vernarben (Zuwachsen des neu geschaffenen abflusses) verhindern sollen. Das Auge wird vorher entweder mit Augentropfen oder einer Gelsalbe betäubt, sodas du keinerlei Schmerzen außer einem kleinen Druckgefühl hast. Das gibt sich aber nach 1-2 Stunden.
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      Viele Grüße von
      Lars-Michael

      Glaukom/Grüner Star-Selbsthilfe
    • Hallo Lars-Michael,

      Du hast recht. Mit der richtigen Betäubung (Tropfen) spürt man absolut nichts von der Spritze.

      Am Montag kam ich noch um die Spritze rum (Druck lag bei 6). aber am Freitag waren erste Auffälligkeiten im Bereich des Sickerkissens da und so war sie fällig - die erste Spritze.

      Ich schreibe mal Deutsch: "Mir ging der HIntern auf Grundeis". Eine Spritze ins Auge, oh Gott! Hinterher war ich ganz klein mit Hut, kam mir so jämmerlich vor.

      Heute Morgen war ich zur 2. Spritze in der Klinik und eine 3. wird noch folgen. Ich habe keine Angst mehr davor! Die Betäubung ist wichtig und das Vertrauen in den Arzt. Ruhig bleiben und an was Schönes denken und schwupps....fertig!

      Sollte mein Druck jetzt bei 6-10 bleiben, wäre das optimal. Ich könnte mir vorstellen, dass ich dann rechts überhaupt nicht mehr tropfen muss. Mal schauen!

      Alles in allem bin ich bislang sehr zufrieden damit, dass ich diesen Eingriff habe vornehmen lassen. Es ist eine Chance meinen Sehnerv so zu erhalten wie er jetzt ist.

      Viele Grüße

      JollyJumper :)
    • Hallo Jolly Jumper,


      jollyjumper schrieb:

      Ich schreibe mal Deutsch: "Mir ging der HIntern auf Grundeis". Eine Spritze ins Auge, oh Gott! Hinterher war ich ganz klein mit Hut, kam mir so jämmerlich vor.
      Das kann ich sehr gut verstehen, mir erging es bei den ersten Spitzen damals nicht viel anders. Bei mir waren es insgesamt 10 - jeden Tag eine. Jetzt im Nachhinein weiß ich, das dass alles nicht hätte sein müssen, da ich ja keine Glaukomschaden habe. Kaum zu glauben aber wahr.

      Ich hoffe jedenfalls das du jetzt erstmal Ruhe hast von diesem ständigen Stress mit dem Augendruck.

      Alles Gute für dich.
      ____________________________

      Viele Grüße von
      Lars-Michael

      Glaukom/Grüner Star-Selbsthilfe
    • Hallo Jollyjumper,

      Nach einer Linsen OP stieg mein Augendruck zwischenzeitig auf über 40!
      Schnelles Handeln war gefragt.
      Nach Absprache mit den Ärzten hat Frau mittels Laser einige Zugänge
      verödet durch die das Kammerwasser ins Auge fließt.
      Der Druck ist dadurch spührbar gesunken.
      Das ist jetzt ca. 8 Jahre her. Ein weiterer Operativer Eingriff war
      seitdem zum Glück nicht mehr nötig.

      Viele Grüße und alles Gute

      Holger